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  ELVIS  
*02.08.2009
Norwegischer Waldkater - Amber-Silver-Mackerel-Tabby-White
Eigentlich wollte ich keine vierte Katze mehr. Die Trauer um Joschi ist sehr groß und ich werde wohl nie darüber hinwegkommen, dass er so früh gestorben ist.
Im Internet habe ich nach Katzen aus der Zucht, aus der unser Joschi stammte gesucht...
warum weiß ich selber nicht genau.
 
Dabei stieß ich im Oktober auf die Cattery „Arctitiger's“. Diese Cattery ist darauf spezialisiert, Norwegische Waldkatzen in der Farbe „Amber“ zu züchten und hat große Erfahrung mit der Zucht dieser schönen Rassenkatzen. Elvis und seine Geschwister sind der 32. Wurf dieser Zucht.
In der Rubrik Würfe sah ich einen traumhaften kleinen Kater, mit einem wunderschönem Gesichtchen, in der seltenen Farbe “Amber“.
Dieses Katerchen ging mir nicht mehr aus dem Sinn, er heißt Elvis, war am 2. August geboren, nun also ca. 10 Wochen alt und wurde als sehr gesprächig und mit Rhythmus im Blut beschrieben.
Dies entsprach sehr meiner Vorstellung von einem Katerchen, da ich gesprächige Katzen liebe und jemand mit Rhythmus im Blut würde bestimmt toll zu unserer quirligen Paloma passen. Ich zeigte meinem Mann den kleinen Elvis, aber außer mit Einem:...
 
“ich weiß nicht, was meinst denn du?“ kamen wir nicht so richtig zurande.
 
Aber von da an ging es bei uns Zuhause hin und her, neues Katerchen, ja oder lieber doch nicht? Wie würde unsere Mobbingzicke Cassiopeia auf einen neuen, kleinen Kater reagieren? Was würde unser Sensibelchen Simba Leo davon halten?
Nach vielen Überlegungen und etlichen Seiten „Norwegische Waldkatzen“ im Internet rief ich am 01. November bei den Arctitigers in Süddeutschland an. Ich hatte ein sehr nettes Gespräch mit der Züchterin des kleinen Elvis, der aber leider schon vergeben war und am nächsten Samstag, den 07. November, von den neuen Besitzern abgeholt werden sollte. Man wollte mich anrufen, falls die Leute ihn doch wider Erwarten nicht nehmen würden.
 
Mein Mann war sehr enttäuscht und es stand für ihn schon fest, dass wir Elvis nicht bekommen sollten. Ich war ganz gelassen und ruhig und sagte: “entweder bekommen wir ihn oder nicht“. Es ist nicht sicher, dass die Leute ihn nehmen. Und falls doch, dann lassen wir für uns ein Katerchen aus einem der Würfe im nächsten Jahr reservieren. Ich muss nicht jetzt sofort ein neues Kätzchen haben.“
 
Am Donnerstag, den 05. November, erhielt ich ein E-Mail von der Züchterin, Frau Thomaschowski, dass die zukünftigen Besitzer von Elvis ihn nun doch nicht nehmen würden und sie fragte mich, ob ich noch Interesse an Elvis hätte. Natürlich wollte ich Elvis haben! Aufgeregt rief sofort meinen Mann an und berichtete ihm von der Neuigkeit. Er sagte nur: “mach' es perfekt!“
Danach rief ich sofort die Züchterin an und sagte ihr, dass wir Elvis haben möchten. Nach einem weiteren sehr netten, intensiven Gespräch, sagte sie mir, dass sie mir den Vertrag schicken würde. Bereits am nächsten Tag hatte ich den Vertrag vor mir liegen und schickte ihn unterschrieben zurück nach Dorfen bei München. Somit war Elvis für mich reserviert.
 
Ich denke, dass es Schicksal war, dass wir Elvis bekamen und er nun bei uns ist. Manche mögen es vielleicht albern finden, aber ich glaube ganz fest daran. Als ich mit Frau Thomaschowski am 5. November telefonierte, spielten sie im Radio „Allways“. Dieses Lied spielte auch vor 6 Jahren im Radio, als wir unseren kleinen Joschi am 21. Dezember aus Augsburg holten. Am 07. November 2003 war es, als Ralf mit dem Foto des 6 Wochen alten Joschi nach Hause kam, am 07. November 2009 war es sicher, dass wir Elvis bekommen würden.
 
Am 19. Dezember wollten wir ihn abholen. Wieder wenige Tage vor Weihnachten, wo wir aus Süddeutschland ein Katerchen zu uns holen würden. Da ich aber ab 09.12. schon Urlaub hatte, beschlossen wir, dass ich am 12.12. nach München fliegen würde, um unseren Kleinen zu holen. Die Wochen vergingen wie im Flug und als ich am 12. Dezember früh morgens zum Flughafen fuhr, konnte ich es kaum erwarten, den kleinen Elvis endlich in Natura zu sehen, ihn auf dem Arm zu nehmen, zu streicheln und zu liebkosen.
Als ich bei den Arctitigers ankam, wurde ich sehr herzlich von Frau Thomaschowski begrüßt. Die Arctitigers sind wunderschöne Norwergerle, die mir gegenüber sehr zutraulich waren und sich gleich von mir streicheln ließen. Nur Elvis war nicht da, er lag in einem anderen Teil des Hauses mit seiner Mama Cherrymoon auf dem Sofa. Dann ging Frau Thomaschowski ihn holen und kam mit einen wunderschönen, kleinen Katerchen auf dem Arm zurück, meinem Elvis. Sie gab ihn mir, aber der Kleine wollte nach kurzem Streicheln sofort wieder herunter.
 
Er blieb dann meistens verschwunden und nutzte die Zeit bis zur Abreise, um mit seiner Mutter und den anderen Katzen zu kuscheln. Kurz bevor die Abfahrt zum Flughafen losgehen sollte, kam er wieder zum Vorschein und stieg freiwillig in die Transportbox. Unterwegs wurde er dann doch sehr ungehalten, da er nicht eingesperrt sein wollte und es gelang ihm sogar die Reißverschlüsse der Transportbox zu öffnen.
 
Bei der Abfertigung am Flughafen München musste ich Elvis in einem separaten Raum aus der Transportbox nehmen, damit man diese durchleuchten konnte. Es war sehr aufregend und stressig für Elvis und für mich. Endlich im Flugzeug durfte ich ihn im Kennel auf dem Schoß halten.
 
Elvis machte den ganzen Flug über Radau und wollte immer noch aus der Transportbox heraus. Eingesperrt sein behagte ihm gar nicht. Trotzdem war er der Liebling der Crew und der anderen Passagiere. Viele schauten in den Kennel und sagten...“was für eine süße kleine Katze.“
Nach eine knappen Stunde kamen wir in Düsseldorf an und mein Mann Ralf holte uns ab. Es wird mir immer unvergesslich bleiben, wie er in erster Reihe in der Ankunftshalle stand, mir den Kennel mit erwartungsvollem Blick abnahm und mit strahlendem Lächeln den kleinen Kater Elvis darin begrüßte.
 
Unterwegs nach Hause protestierte Elvis wieder lautstark gegen das Eingesperrtsein im Kennel. Er wollte nun endlich heraus aus seinem „Gefängnis“. Zum Glück dauert die Fahrt vom Flughafen nach Essen nicht lange und so kamen wir nach einer halben Stunde Zuhause an. Wir hatten vorher lange überlegt, wie wir Elvis bei der Ankunft in sein neues Zuhause entlassen... wir machten es einfach wie wir es immer mit den Neuankömmlingen gemacht haben:
 
Wir stellten Elvis mit Kennel mitten ins Wohnzimmer, meine Großen kamen herbei und schnupperten an den Kennel samt „Inhalt“, liefen erschrocken weg und versteckten sich unter dem Bett. Dann entließen wir Elvis aus seinem Gefängnis und der kleine Kater erkundete mit hoch erhobenem Schwanz neugierig sein neues Zuhause. Er fand, wie seine Vorgänger, sofort das Klöchen und den gefüllten Napf und machte von beidem Gebrauch.
 
Nach und nach kamen auch Simba, Cassi und Paloma wieder hervor und beschnupperten das neue Familienmitglied. Cassi fauchte natürlich wieder sofort und zog sich beleidigt zurück. Die Anderen hielten sich auf Distanz und beobachteten Elvis, der unbekümmert und selbstbewusst sein neues Zuhause in Besitz nahm.
Elvis fühlte sich von Anfang an wohl bei uns. Zwei Einschüchterungsversuche von Cassiopeia hat er gut mit unserer Hilfe abgewehrt und Cassi hat wohl gemerkt, dass dieser kleine, selbstbewusste Macho sich nicht einschüchtern lässt und sich zu wehren weiß. Seit dem lässt sie Elvis in Ruhe. Simba hat das neue Katerchen akzeptiert, er mag zwar mit Elvis genauso wenig raufen wie mit Paloma, aber er lässt Elvis' Nähe zu, wenn dieser sich zum schmusen neben ihn setzt oder mit ihm zusammen aus dem aus dem Fenster schaut um die Vögel im Garten zu beobachten. Simba, Cassi und Paloma fressen ohne Probleme mit Elvis aus einem Napf.
 
In den nachfolgenden Wochen eroberte der Kleine Elvis sein Zuhause und unsere Herzen mit seiner liebenswerten, frech-fröhlichen Art.
 
Elvis ist ein kleiner Schlawiner, ein Macho, der ganz genau weiß, was er will. Und was er nicht will, das weiß er uns unmissverständlich mitzuteilen durch lautstarken Protest. Er ist ein kleiner Herzensbrecher durch und durch, dem man nicht böse sein kann, egal was er anstellt.
 
Mal beißt er die Bänder einer herumliegenden Jogginghose ab, mal setzt er sich in der Küche in die nasse Spüle und läuft dann mit nassen Pfoten über den frisch geputzten Boden. Ein anderes Mal futtert er Simba sein Futter weg und stürzt sich im wilden Spiel auf meinen vornehmen Birmakater, der dann schreiend Reiß aus nimmt.
Manchmal verfolgt er unsere Paloma, wobei wohl mittlerweile auch seine beginnende Potenz eine Rolle spielt, dann geht es „über Tisch und Bänke“ und man sieht nur noch „fliegende Norweger“. Bekommt Elvis Paloma zu fassen, entsteht eine wilde Rauferei, wobei auch schon mal gefaucht und geknurrt wird. Aber Elvis kann auch ganz lieb und zärtlich meinen Simba putzen und belecken was dieser genießt. Allerdings geht die Putzerei nach kurzer Zeit wieder in Raufen und Toben über und Simba rennt dann „schimpfend“ davon.
 
Mein kleiner „Amber-Kater“ hat inzwischen sein langes, flauschiges Babyfell verloren und trägt nun das kurzhaarige Fellkleid des jugendlichen Norwegers. Er hat ein sehr weiches, schönes Fell mit einer tollen Tabbyzeichnung. Schaut man in sein Gesicht mit den leicht mandelförmigen, Bernstein farbenen Augen, muss man ihn einfach lieb haben. Elvis hat eine perfekte Weißverteilung, beginnend unter den Augen und dem Schnurrhaarkissen mit den langen Schnurrhaaren.
 
Das Weiß geht weiter an der Kehle und den Hals entlang bis zur Brust und dem Bauch. Sein Bauchfell ist weiß mit einem hellen, Amber farbenen „Gürtel“ in der Mitte. Sein Schwanz ist von beeindruckender Länge und sehr flauschig.
 
Zufällig hat er, wie alle meine Katzen, weiße Handschuhe und weiße Stiefelchen. Wenn das nicht Schicksal ist?
Elvis ist zu uns Menschen sehr lieb und verschmust. Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, läuft er mir auf Schritt und Tritt hinterher, bis ich ihn endlich auf dem Arm nehme und streichle. Dabei legt er mir zärtlich seine Pfote ins Gesicht, wie mein Joschi es immer tat... dabei laufen mir schon mal die Tränen.
 
Er lässt sich sehr gerne bürsten und legt sich sofort bereitwillig auf den Rücken und zeigt uns sein Bäuchlein zum Bürsten. Er ist ein kleiner Freßsack, der sich aus allen Näpfen bedient und sehr gerne Nassfutter sowie auch Trockenfutter mag. Darin ist er genau wie unser Joschi es war. Auch gekochtes Hühnchen mit Reis weiß er zu schätzen.
 
Er sucht in der Spielzeugkiste gezielt sein Spielzeug aus, legt es uns vor die Füße, damit wir es fortwerfen. Dann apportiert er das Spielzeug und legt es uns wieder stolz vor die Füße... wie es Joschi früher tat.
 
Manchmal glaube ich, dass Joschi aus dem Katzenhimmel ihn zu mir geschickt hat, damit ich nicht mehr so viel um ihn weine. Es kommt schon mal vor, dass wir Elvis Joschi rufen... es ist dann wieder so wie vor sieben Jahren, als der kleine Joschi bei uns war.
Vom Ungestüm des jugendlichen Lausbuben abgesehen, ist Elvis ein sehr gut sozialisierter, kleiner Kater, der sich problemlos in meine Katzengruppe integriert hat. Meine heimlichen Ängste, ob die Zusammenführung mit meinen drei Großen gelingen würde, hat Elvis schnell zerstreut. Mit der dem Norweger eigenen Gutmütigkeit, der Anpassungsfähig an die jeweilige Lebenssituation und dem immer lächelnden Gesichtchen hat er sich seinen Platz zwischen Simba, Cassiopeia und Paloma erobert.
 
Er hat in der Kinderstube der Arctitigers viel Gutes mit auf seinen Lebensweg bekommen. Er wird sich noch weiter entwickeln und im nächsten Winter, wenn er ca. eineinhalb Jahre alt ist, sein endgültiges Haarkleid tragen. Er wird uns mit seinem dann gefestigten Charakter überraschen und erfreuen.
 
Ich bin sehr gespannt, wie der erwachsene Elvis einmal sein wird, und ich freue mich darauf, diese Entwicklung beobachten zu können und daran teilhaben zu dürfen.
Elvis ist am 5. März kastriert worden. Er hat den Eingriff gut überstanden. Er hat nachmittags schon wieder ein klein wenig gefressen und dann die Narkose ausgeschlafen. Bereits am Abend hat er wieder sein Spielzeug geholt und es uns als Aufforderung zum Spiel vor die Füße gelegt. Eben ein waschechter Norweger, der aus jeder Situation das Beste macht.
Ich würde die Zusammenführung von Elvis mit meinen drei Großen als gelungen bezeichnen. Den idealen Zustand, dass die Katzen zusammen kuscheln, schlafen und spielen habe ich bisher nur bei Wurfgeschwistern wie Cassiopeia und Duchesse es waren erlebt. Auch ein Jahr später, als Simba zu uns kam, haben die drei Birmchen harmonisch zusammen gelebt. Solange, bis Duchesse krank wurde. Viereinhalb wundervolle Jahre mit meinen drei Birmchen. Diese schöne Zeit, als die drei Birmchen sich so gut verstanden, war mit die glücklichste Zeit meines Lebens.
 
Vielleicht haben sich meine Birmchen auch alle Drei so gut verstanden, weil Duchi und Cassi erst ein gutes Jahr alt waren, als Simba zu uns kam? Vielleicht, weil sie alle aus einer Zucht von derselben Katzenmutter stammten. Wer weiß?
 
Man muss auch mit dem zufrieden sein, was man hat.
 
In meinem Leben habe ich schon oft erlebt, gerade mit meinen Katzen, dass in meinem Bestreben, immer das Beste für sie erreichen zu wollen, die Katzen mich gelehrt haben, dass sie neben dem Leben mit uns Menschen, ihr eigenes Leben führen. Da gibt es Dinge innerhalb der Katzengruppe, die wir Menschen nicht wahrnehmen können, diese Gesten und Gebärden untereinander verstehen nur sie selbst...
 
Und so denke ich, dass ich froh sein muss, dass die Dinge, die ich idealisieren wollte, sich nicht verschlechtert haben.
Elvis wurde ganz gezielt wegen seines selbstbewussten Charakters von Marina Thomaschowski und mir ausgewählt. Durch intensive, beratende Gespräche, in denen die Situation in meiner Katzengruppe zu Hause besprochen wurde, gerade im Hinblick auf die Mobbingattacken unserer Cassiopeia gegen dem kleinen Joschi damals, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass Elvis gut in unser Zuhause passen würde, und mit meiner lebhaften Paloma würde er eine Gefährtin bekommen, mit der er nach Norweger- Art spielen, raufen und toben könnte.
 
Elvis wird uns Joschi niemals ersetzten können, aber er ist nun ein Teil unseres Lebens, unserer Familie. Wir lieben ihn sehr und wollen ihn nicht mehr missen. Er hat einen Teil unseres Herzens erobert. Für immer.
Liebe Marina, ich danke dir von Herzen, dass du mir deinen Schatz Elvis anvertraut hast. Ich werde alles dafür tun, dass er bei uns ein glückliches Katzenleben haben wird. Danke, für deine aufklärende Worte zu Joschis Krankheit und Tod, die mir sehr geholfen haben, mit dem Verlust von Joschi umzugehen.
An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei Bettina Rode bedanken, die mich in meiner Trauerarbeit um meinen geliebten Joschi unterstützt hat.
Mein Dank an dich, liebe Moni, dass du immer für mich da warst. Meine vier Rabauken, sowie Ralf und ich, würden uns sehr freuen, wenn ihr dieses Jahr einmal zu uns finden würdet. Die Einladung steht:)
ELVIS- EIN JAHR BEI UNS
Elvis ist nun ein Jahr bei uns Zuhause.
Aus dem kleinen Katerle, das ich am 12.12. 2009 in München abgeholt habe, ist ein prächtiger junger Kater geworden. Er wiegt nun mit 16 Monaten, gut 6kg und hat langes, seidiges Fell bekommen. Sein „Kragen“ ist imposant und er hat ausgesprochen prächtige „Knickerbockerhöschen“. Seinen außerordentlich langen, buschigen Schwanz trägt er hoch
aufgerichtet stolz umher. Er lässt sich sehr gerne bürsten, kommt sofort wenn Simba oder Cassi gebürstet werden und gesellt sich zur Fellpflege dazu.
Elvis hat sich sehr schnell bei uns eingelebt und sich ganz toll in meine kleine Katzengruppe integriert. Er ist ein selbstbewusster kleiner Macho, der sich nicht unterkriegen lässt- auch nicht von Cassiopeia. Er ist verspielt, verschmust und futtert für sein Leben gerne. Er liebt es, wenn man seine Trockenfutterbröckchen wirft, dann rennt er hinterher
und erbeutet sein Futter. Er spielt sehr gerne mit Spielzeugmäuschen und Bällchen, apportiert diese und legt stolz seine „Beute“ vor unsere Füße, damit wir sie erneut zur „Jagd“ werfen.
Er schnurrt schon, wenn man ihn nur anspricht. Liegt er schlafend im Körbchen und man streichelt ihn sanft, legt er sich sofort schnurrend auf den Rücken, damit wir sein Bäuchlein streicheln. Oft liegt er nachts in meinem Bett an meine Füße gekuschelt, Simba liegt dann auf meinen Bauch. Obwohl Elvis sehr selbstbewusst seinen Platz in der Katzengruppe
einnimmt, respektiert er meine „Großen“ und deren ältere Rechte, ordnet sich im Bett und wenn es Futter gibt unter. Er ist meinen anderen Katzen gegenüber sehr sozial und versucht, sie zum Spielen mit ihm zu animieren. Oft jagt er mit Paloma durch die ganze Wohnung über „Tisch und Bänke“!
 
Elvis ist ein intelligenter Kater der genau weiß, was er will. So ist er bei aller Schmusigkeit und Liebebedürftigkeit kein Kater, den man sich für Stunden auf den Schoß legen kann. Er kommt, wenn er möchte und bleibt so lange er will. Hat er genug menschliche Nähe genossen dann geht er wieder.
Wenn man ihn auf der Schulter trägt, hat er großen Spaß daran bis auf den Rücken zu krabbeln und dann dort zu verweilen, so dass man mit Elvis auf dem Rücken gebückt herumlaufen muss. Das gefällt ihm!
Gerne geht er hinaus auf den Balkon, auch wenn es regnet oder schneit. Er sitzt dann, genau wie Joschi es einst tat, vor der geschlossenen Balkontür und dreht sich zu mir um mit dem bittenden Blick in seinem schönen Gesichtchen:“ Mama, lass’ mich doch raus!“ Das greift mir immer noch ans Herz und ich sehe wieder meinen Joschi vor mir.
Elvis erinnert mich sehr oft an Joschi, wie er vor dem Napf liegt und sein Trockenfutter einzeln mit der Pfote herausfischt, wenn er nach seinem Spielzeug jagt und es stolz im Mäulchen trägt, wie er sich auf den Rücken wälzt, damit wir seinen Bauch kraulen.
 
Mein Elvis hat durch seine muntere, fröhliche Art mich in einer Trauer um Joschi aufgeheitert, und darüber bin ich sehr froh. Er ist ein durch und durch liebenswerter Kater, dem man nicht böse sein kann, auch wenn er einmal was angestellt hat.
Elvis ist einfach ein lieber, ganz toller Kater. Ich bin glücklich, ihn bei uns zu haben und mein Mann und ich haben ihn vom ersten Moment an in unser Herz geschlossen. Er hat seinen Platz bei uns und in unseren Herzen gefunden.
Im Leben gibt es mitunter Augenblicke,
in denen ein Mensch uns wie in Vertretung eines Engels entgegen kommt,
uns hilft oder ein Wort spricht, das uns unvergesslich bleibt.
Dan Lindholm
 
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